Trichoptera RP  -  die Köcherfliegenseiten von Peter J. Neu

Allgemeine Informationen

Behaarte Flügelmembran von Rhyacophila dorsalis  (Foto: P.J. Neu)Im Deutschen werden die Trichoptera als Köcherfliegen bezeichnet, im Englischen heißen sie Caddis flies. Die irritierende Benennung “-fliegen” lässt nicht auf Anhieb erkennen, dass sie systematisch den Schmetterlingen (Lepidoptera) weit näher stehen, als den Zweiflüglern (Diptera). Wie bei den Lepidoptera (gr. he lepís, -ídos = die Schuppe) ist die Behaarung der Flügel (gr. Trichos = das Haar, to pteron = der Flügel) für die Namensgebung dieser Tiergruppe ursächlich gewesen.

 

 

Portrait von Adicella sp. Die Köcherfliegen besitzen keinen Rollrüssel, wodurch sie leicht von  Faltern (Lepidoptera) unterschieden werden können.   (Foto: P.J.  Neu))Die meisten Köcherfliegenarten besitzen eine unscheinbare braune Flügelfärbung, nur wenige Arten sind auffällig gezeichnet (z.B. Hagenella clathrata KOLENATI 1848, Oligostomis reticulata LINNÉ 1761, Potamophylax luctuosus PILLER & METTERP. 1783) oder zeigen einen schwarzblau-metallischen Glanz (z.B. Mystacides azurea LINNÉ 1761).

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zu den ähnlichen Lepidoptera findet sich in der Ausgestaltung der Mundwerkzeuge. Während Köcherfliegen ihre Nahrung leckend über ein schwammartiges Haustellum aufnehmen, besitzen Schmetterlinge einen auffälligen Rollrüssel zur saugenden Nahrungsaufnahme.

 

 

 

 

 

 

 

Größenvergleich verschiedener Köcherfliegenarten  (Foto: P.J. Neu)Sehr unterschiedlich sind die Größen der einzelnen Trichoptera-Arten. Die winzigen Hydroptilidae haben Vorderflügellängen von z.T. nur 3 mm, während die großen Limnephilidae und Phryganeidae Vorderflügellängen von bis zu 28 mm haben und Spannweiten von 60 mm erreichen können.

Weitere Informationen zur Ökologie der Köcherfliegen finden Sie im Abschnitt “Köcherfliegen in Rheinland-Pfalz” auf der Seite “Informationen zur Ökologie”.

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